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Bundesweite Bürofachgruppe

Beginn:23.01.2019 19:30 Uhr
Ende:27.01.2019 08:30 Uhr

 

Interne Veranstaltung der bundesweiten Bürofachgruppe.

Einladung zur bundesweiten Fort- und Weiterbildungsveranstaltung der KS-Bürofachgruppen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e. V. im AURA-HOTEL Saulgrub:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Leitung der KS-Bürofachgruppen des DBSV lädt Sie vom 23. bis 27.01.2019 zu einem bundesweiten Fort- und Weiterbildungsseminar ein.
Die Tagung hat das Ziel, blinden und sehbehinderten Bürokräften die Möglichkeit zu bieten, sich über aktuelle Trends auf dem Arbeitsmarkt, neue Beschäftigungsmöglichkeiten und Entwicklungen in der modernen Bürokommunikation, insbesondere im Hinblick auf die besondere Situation und spezifischen Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Berufstätiger ausgerichtet, zu informieren.

Das richtige Handwerkszeug zu bekommen, um Kommunikations- und Präsentationstechniken erwerben sowie zielführend einsetzen zu können und Strategien für die Bewältigung der Anforderungen in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt zu entwickeln, sind die Ziele der diesjährigen Fortbildung. Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an blinde und sehbehinderte Menschen im Berufsleben. Alle vorgesehenen Seminarinhalte berücksichtigen methodisch und inhaltlich gezielt die Bedürfnisse und spezifischen Problemlagen blinder und sehbehinderter Menschen im Beruf.

Das Seminar wird in drei festen Arbeitsgruppen durchgeführt, die über zweieinhalb Tage eine feste Einheit bilden. Innerhalb dieser Zeit wird in diesen Arbeitsgruppen gearbeitet. Zu Beginn und zum Ende sind Plenumsveranstaltungen vorgesehen.

Überblick über die inhaltlichen Schwerpunkte der drei Arbeitsgruppen

AG 1: „Was ich verstehe und du nicht gesagt hast“ – Kommunikation, Gesprächsführung, Gesprächsstrategie

Vorangestellt: Dieser Workshop ist in zwei Module gegliedert. 2019 wird Modul 1 angeboten. 2020 ist Modul 2 als Vertiefungsveranstaltung geplant.

Kommunikationsprobleme, verbal und nonverbal, sind sowohl im Alltag als auch im Berufsleben die Regel und nicht die Ausnahme. Gerade im Berufsleben erleben blinde und sehbehinderte Kolleginnen und Kollegen oftmals, dass sie von ihren Mitmenschen nicht so verstanden werden, wie sie es sich wünschen. Teils ist das bedingt durch Edukation und einer dadurch entstandenen Persönlichkeitsprägung, teils durch Vorurteile anderer nicht betroffener oder unkundiger Menschen. Die nonverbale Ebene (Mimik und Gestik) spielt hier eine große Rolle. Nicht selten führt das zu Spannungen und häufig zu Konflikten. Dabei ist eine gelungene Kommunikation so wichtig, gerade im Bemühen um Erhalt oder Aufwertung des Arbeitsplatzes oder bei der Frage nach einer (notwendigen) Weiterqualifizierung, welche den Verbleib im Arbeitsleben absichert.

Im Modul 1 (Grundseminar) gehen die Teilnehmenden nach einer Bestandsaufnahme „Was weiß ich über Kommunikation?“ folgenden Fragen nach

• Was sind die Grundmerkmale der Kommunikation?
• Wie kann ich Kritik konstruktiv äußern?
• Was macht das „Innere Team“?
• Was bedeutet „Strategische Gesprächsführung“?
• Wie gelingt gute Kommunikation?
• Was ist Gewaltfreie Kommunikation und wie funktioniert sie?

Der daran anschließende Block beschäftigt sich mit den

• Konflikten und deren Entstehung
• Konfliktbewältigungstechniken
• Konfliktmanagementtraining erfolgreich lernen

Im Laufe des Seminars werden immer wieder Trainingseinheiten in Kleingruppen zum Umgang mit Kommunikation, Konflikten und zur Anwendung der Gewaltfreien Kommunikation durchgeführt und von den Teilnehmenden erprobt. Die Referenten vermitteln aus ihrer langjährigen Erfahrung entsprechendes Handwerks- und Rüstzeug, um sich diesen Situationen nicht nur stellen, sondern auch individuelle Lösungen entwickeln zu können.

Referenten: Frau Elke Gieseler und Herr Stephan Meyer – Mediatoren, Trainer in der Erwachsenenbildung im Bereich Stressbewältigung und Kommunikation (GiMeKom)

AG 2: Präsentations- und Moderationstechniken – Wirksam präsentieren – gekonnt moderieren

Präsentieren und Moderieren – kein Problem? Für sehbehinderte oder blinde Menschen stellen diese alltäglichen beruflichen Anforderungen oft eine Herausforderung dar, weil es eben nicht nur auf den Inhalt ankommt, sondern auf die richtige „Verpackung“. Was ist also das „A und O“ beim Präsentieren und Moderieren? Wie gelingt es, auch mit Blindheit oder Sehbehinderung gut im Kontakt mit dem Publikum / den Teilnehmenden zu bleiben?

Der Fokus des Workshops liegt auf der Interaktion – verbal und nonverbal – zwischen Blinden bzw. Sehbehinderten mit sehenden Kollegen, Zuhörern oder Kunden. Es geht um Fragen wie:

• Wie wirke ich auf Menschen, die mich zunächst nur visuell wahrnehmen?
• Wie zeige ich Präsenz auch ohne Blickkontakt?
• Wie präsentiere ich professionell und mit welchen Techniken?
• Wie moderiere ich professionell, gerade im Umgang mit schwierigen Gesprächspartnern?

Der Workshop zeichnet sich durch einen hohen Praxisanteil aus. Die Teilnehmenden präsentieren oder moderieren in kurzen Sequenzen Beispiele aus ihrem Berufsalltag und erarbeiten, welche Präsentations- und Moderationstechniken genutzt werden können. Dabei wird auch auf den Einsatz von Arbeitsassistenz eingegangen. Die Teilnehmenden erhalten von den Referenten ein Zwei-Perspektiven-Feedback – einmal aus der Perspektive von Angelika Lamml (sehbehindert), einmal von Holger Schult (sehend).

Alle Teilnehmenden werden gebeten, eigene Beispiele zu Präsentationssituationen aus dem Arbeitsalltag einzubringen. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung an, ob Sie eine kurze Präsentation, mit oder ohne FlipChart bzw. PowerPoint, vorstellen möchten.
Die Gruppe wird zeitweise nach Präsentations- und Moderationsthemen aufgeteilt. In den Arbeitsphasen der Gesamtgruppe stellen wir Gemeinsamkeiten beider Themen in den Fokus.

Nach dem Ende der Praxisphase wird eine Vortragsrunde mit anschließender Diskussionsrunde mit allen Arbeitsgruppenteilnehmenden durchgeführt.

Referenten: Angelika Lamml & Dr. Holger Schult – Systemische Coaches – Coachingpraxis Nürnberg

AG 3: „Gut gesagt ist halb gewonnen!“ – Atmung, Haltung, Stimme und Sprechen

Die mündliche Kommunikation ist zentral, wenn es gilt, beruflichen Informationsaustausch und Zusammenarbeit zu organisieren. Mündliche Kommunikation – das heißt sprechen. Das tun wir jeden Tag ganz selbstverständlich, ohne uns Gedanken darüber zu machen, ob wir unsere Haltung, Atmung, Stimmgebung, unseren Sprechausdruck und unsere Körpersprache so einsetzen, dass unser Gegenüber auch das versteht, was wir gemeint haben. Besonders in der Kommunikation von sehbehinderten und blinden Menschen mit sehenden Kolleginnen und Kollegen kann es leicht zu Missverständnissen kommen.

Die Teilnehmenden lernen, Stimme und Sprechen in Gesprächs- und Redesituationen – auch in gemischten Gruppen von sehenden sowie seheingeschränkten Personen – sinnvoll und effizient einzusetzen. Neben kurzen Theorieeinheiten wird das eigene Ausprobieren, Wahrnehmen und (Nach-)Fühlen der eigenen Innen- und Außenwirkung durch Stimme, Haltung und Sprechausdruck im Zentrum dieses Workshops stehen.

Referentinnen: Frau Carmen Harsch und Frau Lisa Fröhlich (M.A. Speech Science, Spezialisierung Sprechwissenschaft, Rhetorik- und Kommunikationstrainerinnen)

Wenn das Seminar Ihr Interesse geweckt hat, wenden Sie sich für das detaillierte Programm und das Anmeldeformular an

DBSV e. V.
Frau Christiane Möller
Rungestr. 19, 10179 Berlin
Fax: 030 285387-200
Tel: 030 285387-167
E-Mail-Adresse: u.bodinka@dbsv.org 
oder an die KS-Leitung, E-Mail-Adresse: ks-bb@ok.de

Bitte melden Sie sich nicht selbst beim AURA-HOTEL Saulgrub an, die Anmeldung wird durch den DBSV geschehen.

 

Kosten und sonstige Hinweise:

Die Seminarkosten betragen 705,00 € für Teilnehmende sowie 450,00 € für nicht teilnehmende Begleitpersonen.

Der Preis beinhaltet die Teilnahme am Seminar, Übernachtung, Vollpension, Raumnutzung sowie Getränke und Verköstigung während der Seminareinheiten.

Da sich das Seminar grundsätzlich an die Zielgruppe blinder und sehbehinderter Berufstätiger richtet, hängt eine mögliche Teilnahme von Begleitpersonen von der jeweiligen Gruppenstärke ab. Bitte geben Sie daher bei der Anmeldung unbedingt an, ob eine Begleitperson am Seminar teilnehmen möchte.

Die Ihnen entstehenden Gesamtkosten werden wir Ihnen erst nach erfolgter Anmeldung mit einem gesonderten Schreiben in Rechnung stellen. Wir bitten Sie, diesen Betrag nach Erhalt der Rechnung umgehend auf das in der Rechnung angegebene Konto zu überweisen.
Diese Rechnung dient dann auch zur Vorlage bei Ihrem zuständigen Integrationsamt, um die Kosten erstattet zu bekommen.

Achtung:

In der Vergangenheit wurde hier darauf hingewiesen, dass für diese Veranstaltung Sonderurlaub nach dem Arbeitnehmer-Weiterbildungsgesetz beantragt werden kann. Die Länder haben jedoch – obgleich es sich um ein Bundesgesetz handelt – große Spielräume und dadurch unterschiedliche Bestimmungen. Bitte beachten Sie dies unbedingt bei einem solchen Antrag. Legen Sie bitte das Programm und die Kostenzusage als Fotokopie Ihrem Arbeitgeber vor.
Falls eine Verpflegungspauschale ausdrücklich in der Rechnung aufzuführen ist, teilen Sie dies bitte unbedingt mit.

Förderfähigkeit durch das Integrationsamt:
Es besteht die Möglichkeit, beim zuständigen Integrationsamt einen Antrag auf Förderung der Teilnahme an der Veranstaltung zu stellen. Hier handelt es sich um eine Ermessensentscheidung. Ob und in welcher Höhe das Integrationsamt die Teilnahme fördert, sollten Sie im Vorfeld abklären. Sollte Ihr Integrationsamt die Kosten des Seminars nicht oder nicht vollständig zahlen, können Sie sich an uns zwecks einer Beratung zur Einlegung eines Widerspruchs wenden.

Es freut sich auf Ihre Teilnahme

Ihre KS-Leitung:

Andreas Beinert, Heinz-Peter Engels, Bernhard Herrmann